Die Welt von Freebooter’s Fate – wie alles begann

Stellt Euch eine Gruppe tropischer Inseln vor. Ein winziger Teil eines weltumspannenden Imperiums. Sonnige Strände, gut aussehende Männer, schöne Frauen, bunte Fauna und Flora, frische saftige Früchte immer in Reichweite, mehr Kokosnüsse als man aufschlagen und mit Papierschirmchen vollstopfen kann und soviel Rum wie Eure Leber und Eure Selbstachtung vertragen. Ein Paradies. Noch dazu sind diese Inseln der hauptsächliche Zwischenhalt auf der Route zwischen den Kolonien und der alten Welt, so dass eine enorme Menge an exotischen Gütern und Nachschub durch den Hafen der Hauptstadt Puerto Alto auf der Hauptinsel Leonera fließt. Von den Gewinnen des Handels bleibt genug hängen, dass die Stadt vor Gold und anderen Reichtümern quasi trieft. Das Leben ist fast unanständig schön für die oberen Schichten der Imperialen Gesellschaft in diesen Breiten. Der starke Arm der Imperialen Armada, der unbestrittenen Königin der Meere um die Hauptinsel Leonera, beschützt sie. Puerto Alto selbst wird durch eine starke Garnison in einer trutzigen Festung geschützt, die den ganzen Hafen überblickt.


Und jetzt stellt Euch vor, es geht alles schief für das Imperium auf Leonera. Vor ein paar Jahren wurde eine alternative, kürzere Route zu den Kolonien entdeckt, so dass der Güterfluss durch Puerto Alto zu einem Rinnsal verkommen ist. Der neue Gobernador, der sich so auf einen ruhigen Job mit nahtlosem Übergang in einen luxuriösen Ruhestand gefreut hatte, hat sich als ungefähr so krisentauglich erwiesen wie ein Segel aus Spitze. Das Imperium wird auf allen Seiten von Feinden belagert, die seine Schwäche spüren. Die einst mächtige Armada versucht verzweifelt, die Macht des Imperiums auf Leonera zu erhalten. Mit gemischtem Erfolg.


Piraten haben große Teile Puerto Altos unter ihre Kontrolle gebracht und die Stadt in Longfall umbenannt. Ungefähr die Hälfte der Stadt befindet sich in der Hand der Piraten und ist in Viertel aufgeteilt, die von einzelnen Kapitänen kontrolliert werden. Und was für eine Ansammlung rauer, haariger, ungewaschener, windverwehter, salzverkrusteter, sonnen-verbrannter, Grog saufender, ankertätowierter, säbelschwingender, beutegieriger, Seemansgarn spinnender Taugenichtse diese Leute sind. Sagt das Imperium. Andere sehen die Piraten als Helden der Moderne, Verfechter der Freiheit des Individuums, der Emanzipation und einer wahren Meritokratie mit einem erfrischend dynamischen Konzept von Handel und Vermögensverteilung. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

 
Als sei das noch nicht schlimm genug, drängen auch die Goblins auf die Bühne. Seit Ihrer Entdeckung durch eine ansonsten wenig erfolgreiche Expedition wurden sie im Imperium als Sklaven gehalten. Die Situation auf Leonera und zivile Unruhen in anderen Teilen des Imperiums haben zu ein paar Massenfluchten geführt. Diese, in Verbindung mit der unglaublichen Lernfähigkeit und Fortpflanzungsrate der Goblins haben dazu geführt, dass die benachbarten Inseln mit ansehnlichen Goblin Siedlungen bevölkert sind. Zulauf erhalten sie außerdem von wilden Goblins, die durch Glitzerdinge und explodierende Dinge - die beiden Lieblingsdinge der Goblins - aus dem Dschungel gelockt werden. Die Goblins versuchen, sich eine Nische in der Welt der Menschen zu erkämpfen und sind so stark geworden, dass sie nicht länger nur als lästige Plage abgetan werden können.


Und dann ist da noch die Reihe von Morden, die in jüngster Zeit um sich greift. Eine immer größer werdende Zahl von Leuten auf Leonera werden umgebracht. Dolche und Gift scheinen das bevorzugte Mittel der Täter zu sein. Berichte von maskierten Individuen, die nachts durch die Straßen schleichen, mehren sich. Und das Schlimmste ist, dass die Morde keinem offensichtlichen Muster folgen. Jeder kann der nächste sein, vom blaublütigsten Adligen bis zum niedersten Fischweib. Gerüchten zufolge steckt eine mysteriöse "Bruderschaft" dahinter. Wobei völlig unklar ist, was sie eigentlich wollen. Die Ziele der Bruderschaft zu kennen bedeutet entweder Teil der Bruderschaft oder aber tot zu sein. Gerüchten zufolge hat diese Geheimorganisation die höchsten Schichten der leonerischen Gesellschaft infiltriert.


Um das alles richtig interessant zu machen, sind diese Fraktionen nur allzu gerne bereit, gegeneinander zu kämpfen und sind auch internen Konflikten durchaus nicht abgeneigt. Natürlich bietet eine Situation wie diese reichhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten für einen bestimmten Berufszweig. Totengräber und Holzbeinschnitzer. Ja, auch, vor allem aber Söldnern. Die Situation auf Leonera mit ihren instabilen Machtverhältnissen und ihren überall noch vorhandenen Reichtümern, hat ein ganzes Sammelsurium. an Glücksrittern, Bravos, Pistolenhelden, Raufbolden und weite Blusen tragenden Romantikdichtern mit Spitzbart angelockt. Für den, der ihnen die Taschen mit der richtigen Menge Gold stopft, sind diese Leute an jeder Straßenecke als Verstärkung der eigenen Mannschaft zu haben.
Dies ist die Welt von Freebooter's Fate. Willkommen zu Rum, Ruhm und Reichtum, zu Grog, Glorie und Groupies oder zu, äh, irgendetwas negativem, das auch alliterativ ist. Es liegt an Dir herauszufinden, was das Schicksal für Dich bereit hält.

 

Die Welt von Deep Jungle – gefiederte Damen im Dschungel

Da bekanntlich alles im Fluss ist, bleibt auch die Zeit auf Leonera nicht stehen. Und so sind doch einige Dinge passiert, seit wir unsere Heldinnen und Helden aus dem Basisregelwerk zuletzt gesehen haben.


Nach langen Machtkämpfen unter den verschiedenen Mannschaften war es den Piraten gelungen, sich für eine Entscheidungsschlacht zu verbünden und in einem gewagten Handstreich die durch eine List geschwächte imperiale Garnison aus Longfall zu vertreiben. Ganz Longfall gehört nun den Piraten. Rum, Ruhm, Reibach und Party! Am verkaterten Morgen danach beginnen allerdings die alten Rivalitäten wieder durchzubrechen.


Und das Imperium ist keineswegs so besiegt, wie manche das gerne gesehen hätten. Statt in wilder Flucht heillos versprengt zu werden, haben sich die Truppen der Armada in den Dschungel zurückgezogen und dort eingegraben. Zudem haben sie unerwartete Verstärkung aus der Heimat erhalten. Noch sind die Truppen des Imperiums zwar damit beschäftigt, sich neu zu formieren und zu alten Kräften zurückzufinden, aber es kann nicht mehr lange dauern, bevor sie zum Gegenschlag ausholen.


Womit allerdings keine der etablierten Fraktionen gerechnet hatte: der Dschungel enthält plötzlich weit mehr als nur Grünzeug und Getier. Wilde Frauen sind gesichtet worden. Leicht bekleidete, federgeschmückte Kriegerinnen, die wie Geister aus dem Dschungel auftauchen, Männer rauben, Patrouillen überfallen und ebenso schnell und spurlos wieder verschwinden. Angeblich sind sie an alten Tempelruinen tief im Landesinneren interessiert, aber genau weiß das niemand.


Interne Rivalitäten hatten die Bruderschaft daran gehindert, den Piratencoup für ihre dunklen Machenschaften zu nutzen und so haben sie im Chaos der Machtübernahme einiges an Einfluss und Kontakten verloren. Oder ist das nur ein Bluff? Lauert die dunkle Faust der Bruderschaft nach wie vor mit gezücktem Dolch hinter dem Sitz der Macht?
Sehr viel offensichtlicher ist der Erfolg der Goblins, die sich auf anderen Inseln so erfolgreich über imperiale Kolonien hergemacht haben, dass eine großangelegte Strafexpedition ausgesandt werden musste, um die Wadenbeißer zur Räson zu bringen. Als diese Expedition wegen des Umsturzes auf Leonera zurückbeordert werden musste, sahen die Goblins eine historische Chance und sind wild entschlossen, diese zu nutzen.

 

Die Welt von Mystic Spirits – Whoooo! und so was alles

Die Zeit vergeht und Longfall kommt einfach nicht zur Ruhe. Jetzt spukt es auch noch dort. So richtig. Mit Uggel-di-Buggel-di Anrufungen in aller Öffentlichkeit, seelenlosen Körpern in den Straßen und auffällig gekleideten Menschen mit Vogelschädeln im wirren Haupthaar. Blut fließt über Altäre und geschwungene Opfermesser, Katzen werden um Köpfe geschwungen, der Kerzenverbrauch steigt ins Unermessliche und Loas werden angerufen, als käme es demnächst aus der Mode. Loas, die Bewohner der parallelen Geisterwelt, die sich als häufig ehemals Lebende nach dem Gefühl des vom Blut Um- und Durchströmtwerdens sehnen, und dafür bereit sind, den besonders talentierten Sterblichen, die mit ihnen reden können, zu Diensten zu sein. Richtig knuddelige Sympathieträger also.


Natürlich ist so etwas völlig harmlos und stellt keine Gefahr für die Allgemeinbevölkerung dar, weshalb das Imperium einen Cazadorentrupp ausgesendet hat um an der allgemeinen Freude am Übernatürlichen teilzuhaben. Mit Feuer und Schwert und notfalls auch mit Gewalt. Nur kurze Wochen harten Durchgreifens haben das Imperium wieder zu einer ernst zu nehmenden Fraktion auf Leonera gemacht, die sich nicht länger im Dschungel verstecken muss.


Die Piraten haben festgestellt, dass das Erobern einer Stadt deutlich mehr Spaß macht als das Regieren einer solchen und haben größtenteils die Lust verloren. Einer der ihren, der Drahtzieher der ursprünglichen Allianz ist bei dem Versuch auf die Nase gefallen, dieses Machtvakuum auszunutzen und mit Hilfe des Kultes die Macht an sich zu reißen.

Jetzt ist er das Schoßhündchen einer Kultmystikerin, das hat er jetzt davon. Pirat, bleib bei Deinen Planken heißt es nicht umsonst.


Viel geschickter haben es die Goblins angestellt, mit purer Gerissenheit, zahlenmäßiger Überlegenheit, einem groß angelegten Kanubauprogramm, allgemeiner Wuseligkeit und strategischen Sprengungen. Dort, wo vorher das kanaldurchzogene, heruntergekommene südöstliche Hafenviertel von Longfall stand, befindet sich jetzt – immer noch das kanaldurchzogene, heruntergekommene südöstliche Hafenviertel, nur dass es jetzt von seinen Bewohnern Goblinopolis genannt wird, von einem leicht zu verteidigenden Graben umzogen wird und fast ausschließlich Goblins dort wohnen.


Im Zuge dieser Eroberungen sollen die Goblins die Bruderschaft aus deren letzten verbliebenen Schlupflöchern in Longfall vertrieben haben. Aber das glaubt so wirklich niemand. Erstens ist Longfall ein einziges, gigantisches Schlupfloch, und zweitens wäre die Bruderschaft nicht die unheilvolle, aus dem Verborgenen operierende, in Dunkelheit und Schatten florierende Organisation die sie ist, wenn jeder wüsste, wo sich ihre Mitglieder aufhalten und man sie bei der Arbeit beobachten kann. Wenn man die Assassinin nicht mehr sieht, steht sie vermutlich direkt hinter einem.


Genaues weiß niemand außer ihnen selbst, aber die Amazonen scheinen mit ihren mysteriösen Plänen einen entscheidenden Schritt vorwärts gekommen zu sein. Eine große Flotille neuer Kanus soll vor der Küste gesichtet worden sein. Für die nächste Stufe der undurchdringlichen Machenschaften in den Tiefen des Dschungels soll, so die Gerüchte, extra ein hohes Tier aus der Heimat angekommen sein. Bei den Amazonen weiß niemand, wie wörtlich das zu nehmen ist.


Ganz groß herausgekommen ist den letzten Jahren das kleine Startup Unternehmen, das einst mit Direktverkauf von Rum unklarer Herkunft von Tür zu Tür angefangen hatte und jetzt ein weltumspannendes Handelshaus mit eigener Flotte und Kontoren in allen Kontinenten ist. Die Ostleonerische Handelsgesellschaft (OLHG) kam mit Hauptbuch und Bilanz und hat den ganzen Säbelrasslern mal gezeigt, was eine Harke ist. Und sie ihnen dann teuer verkauft. Dass sie sich dabei auf eigene Söldnerstreitkräfte verlässt, die sie gegen einen angemessenen Obulus auch gerne verleiht, wird in der offiziellen Firmengeschichte nur am Rande erwähnt.

 

Tales of Longfall 1 -  La Noche de Brujas

Es gibt Nächte, an denen ist man froh, wenn man zu Hause bleiben kann. Es regnet, stürmt, blitzt, donnert, und die Grenze zur Geisterwelt wird durchlässig. Da sitzt man doch lieber im Trockenen und bechert Rum oder isst Sahnetorte während einem die großpolitische Lage mal eine Nacht lang den Buckel runterrutschen kann.

Aber was, wenn da draußen in der heraufziehenden Dunkelheit Schicksale entschieden werden? Wenn wahre Liebe gefährdet ist? Wenn mystische Geschichte geschrieben werden kann? Wenn Strohpuppen gehen und Fledermäuse von Dächern springen? Oh, und wenn Reichtümer locken? Dann, ja dann, finden sich Helden, die all dem Unbill der Natur und Übernatur trotzen und hinaus ziehen. Um dem Guten zu helfen. Um das Böse zu bekämpfen. Um sich mal wieder ordentlich zu prügeln und schnelles Gold zu machen.

In der mystikdurchwobensten Nacht des Jahres, der la Noche de Brujas, ziehen Banden solcher Helden durch die Gegend um Insekten zu sammeln, zombifizierte Cephalopoden zu sezieren, Schaufeln zu vergessen, dem Totengräber einen ruhigen Schlaf zu bereiten und schließlich ihrer Auftraggeberin den Kopf oder vielleicht auch den Kürbis im Sack zu verkaufen.

 

 

 

  

 

Tales of Longfall 2 -  Corporate Piracy

Die OLHG: vor noch gar nicht so langer Zeit ein „Ein Mann, Ein Esel, Ein Fass dubioser Rum“-Unternehmen. Heute ein globales Handelshaus, das Leuten auf der ganzen Welt die Dublonen aus der Tasche zieht. Doch was treibt solch eine Organisation an, was hält sie am Laufen? Nun, schlicht und ergreifend, dass unten deutlich mehr Gold in die Taschen der Eigner fließt als diese oben reingesteckt haben.

Doch plötzlich scheinen sich völlig neue Möglichkeiten zu eröffnen. Es erhärten sich Gerüchte, dass das blanke Gold einfach so auf der Straße oder vielmehr: im tiefsten Dschungel herumliegt. Das kann die OLHG natürlich nicht ignorieren. Windige Hasardeurgeschäfte mit nie existierender Ware, doppelt vergebene Kredite, die letztlich nur durch sich selbst gesichert sind – sowas mag ja alles ganz lustig sein und leicht erregbaren Jungspunden in komischen Klamotten mit farbigen Hosenträgern ein Blitzen in die Augen zaubern. Aber derzeit scheinbar herrenloses Gold einfach so einsammeln und ohne Umwege über irgendwelche lästige Kundschaft direkt in die Schatztruhen wandern zu lassen? Da kann die OLHG ebenso wenig dran vorbei wie der Pirat am „Freirum“ Schild.

Und so wird jetzt ein wenig Kapital in die Hand genommen und investiert: Ein frisch angeheuerter Trupp Söldner soll den Goldfund bestätigen, sichern und in die Keller der OLHG bzw. die Taschen der Partner fließen lassen. Aber dies ist Leonera und so mangelt es nicht an Leuten, die, über dunkle Quellen informiert,  auch alle dieselbe Idee haben – nur eben mit anderen Taschen als Ziel…

 

 

 

 

 Wird fortgesetzt ...

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